Lieber Besucher, liebe (Groß)Eltern,


ist Ihnen schon aufgefallen, dass Kinder und Jugendliche mehr und mehr an Bewegungsarmut leiden? Dass kindertypische Bewegungen (z.B. Einbeinstand, Purzelbaum, im Stand den Boden mit den Fingern berühren) nicht oder nur unter größter Anstrengung durchgeführt werden können? Ist es wirklich erstrebenswert, wenn 10jährige zwar das Smartphone programmieren können, jedoch nicht in der Lage sind, sich für fünf Minuten auf eine Sache zu konzentrieren? Kann es sein, dass Jugendliche Diabetes mellitus entwickeln und aufgrund ihres Übergewichts bereits neue Gelenke transplantiert bekommen?


Gründe für diese Entwicklung gibt es viele (Neue Medien, Verstädterung, Verlust der Straßenkindheit, usw.). Wir haben – wie auch andere aus öffentlichen Mittel geförderte Sportvereine – den Auftrag, dieser Entwicklung entgegen zu wirken.

 

Sportschießen schult die Konzentrationsfähigkeit, fordert und fördert das Durchhaltevermögen. Es ist eine Sportart mit ganzheitlichem Bildungskonzept.


„Das Eingebundensein in die Gemeinschaft eines Vereins, die Erziehung zu Zuverlässigkeit, Verantwortung und Disziplin im Umgang mit dem Sportgerät, Gewinnen und Verlieren lernen, die eigenen Grenzen erfahren, Motivation, Ausdauer und Willensstärke bei der Verfolgung von Zielen gehört zu den formulierten Bildungszielen. Dazu kommt die Fähigkeit zu Konzentration und Körperbeherrschung sowie die Entwicklung eines Gesundheitsbewusstseins, verbunden mit dem persönlichen Bedürfnis nach körperlicher Fitness und sportgerechter Ernährung.“ 1)


Sicher ist nicht jedes Kind immer willig oder in der Lage, sich auf ein intensives Training einzulassen. Jedoch konnte sich bislang jeder meiner Schützlinge – in eben diesen intensiven Phasen - über ein gelungenes Trefferbild freuen. Diese Freude und der Stolz der dann aus den Augen leuchtet, zeigen uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

 

Marco Mayer
Jugendleiter

 

1) zitiert aus „Ich lerne Sportschießen“ von Barth/Dreilich, Meyer&Meyer Verlag, ISBN 978-3-89899-458-3